| Nach Brügger sind die meisten
Erkrankungen des Bewegungsapparates auf Schutzmechanismen des Gehirns zurückzuführen.
Diese Mechanismen werden bei Fehlbeanspruchung des Bewegungsapparates ausgelöst und
entwickeln sich im späteren Verlauf zu Funktionsstörungen. Ziel von Brügger ist es,
bestehende Störungen zu erkennen und zu beseitigen sowie eine Korrektur der
Körperhaltung zu erzielen. Dies wird mit praktischen Anwendungen für das Alltagsleben
verknüpft. Krankengymnastik nach Brügger
Zahnradphänomen und Sitzhaltung nach Brügger
Die Sitzhaltung ist richtig, wenn die Wirbelsäule sich in ihrer
physiologischen Form befindet. Das Becken ist dabei leicht nach vorne gekippt und bildet
die Voraussetzung für eine physiologische Lendenlordose. Der Übergangsbereich von
Kreuzbein zur Lendenwirbelsäule wird dabei optimal belastet. Der Brustkorb hebt sich
automatisch durch die Beckenkippung und ermöglicht so eine freiere Atmung. Im Bereich der
Halswirbelsäule kommt es zu einer Streckung und somit gleichmäßigeren Belastung der
Wirbelsäulenelemente. Brügger verglicht das Einnehmen dieser aufrechten Haltung mit
einem Zahnradmodell.
Quellen:
Frau Frauke Dehler, Schulleitung FSZ für
Brügger-Therapie Murnauer Konzept St. Peter-Ording
www.bruegger-therapie.de
Herr W. Monticelli , Dr.
Brügger Medizinische Akademie GmbH Zürich
Blümlisalpstr. 3, CH-8006 Zürich ,
Tel. 0041 (0)1 362 02 16
www.bruegger.com
, www.bruegger.ch |
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| Bedeutend in der Therapie ist, neben der
Behandlung von pathogenetisch wirksamen Störfaktoren, das Erlernen der aufrechten
Körperhaltung.
Die Brügger-Therapie ist ein interdisziplinäres Konzept, das sowohl Ärzte und
Krankengymnasten, als auch Ergotherapeuten, Sportlehrer und Masseure integriert.
Zentraler Baustein in der Brügger-Therapie ist ein reflektorisches Geschehen ein
subkortikal arbeitender Schutzmechanismus (NSB). Der nozizeptive somatomotorische
Blockierungs- oder Bremseffekt ist das supraspinal arbeitende Modulationsprogramm, das
ausgelöst durch Nozizeptorenaktivität die Muskulatur (Somatomotorisches System) in ihrer
Arbeitsweise so verändert, dass die Bewegung gebremst oder blockiert wird.
Die Störfaktoren, die die Ursache der Nozizeptorenaktivität darstellen, können
vielfältiger Art sein. Als Folge industriell zivilisatiorisch geprägten
Bewegungsverhaltens zeigen die Patienten in einer Vielzahl der Fälle jedoch eine
muskuläre Über- bzw. Fehlbelastung.
Der Ansatz der Therapie geht in diesen Fällen in zwei einander ergänzenden Richtungen:
Zum einen der direkten Behandlung der gefundenen Störfaktoren, zum anderen der
Veränderung des gezeigten Bewegungsverhaltens mit dem Ziel der aufrechten Körperhaltung. |
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