Brügger (Bruegger)

 

 

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Will man der Literatur glauben so liegen die Wurzeln der ersten Brügger im heutigen Graubünden in der Stadt Chur. Im 12 Jahrhundert sollen diese in der Nähe der Metzg in einer Mühle ansässig gewesen sein. Diese Metzg ist heute noch in der Nähe des Metzgertores in der Altstadt aufzufinden. Der Bach welcher die damalige Mühle antrieb verläuft heute zum Teil unter den Häuser durch, parallel zum Fluss. 

   

  Situationsplan als *.pdf-File oder Parzellenplan

( Mehr Informationen zur Stadt Chur unter www.chur.ch )

 
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

PETRUS DE PONTE, Zeuge - 18.V.1244

 

                                                    
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

ULRICUS DE PONTE, 3.V.1281

 

 
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

PETRUS BROGGE, 1209 - 1298 erwähnt.

 

 
Quelle:

BÜNDNER URKUNDENBUCH

III. Band (neu), 1273-1303

Herausgegeben vom Staatsarchiv Graubünden, Chur 1997

Nr. 1610-1611 1296 Page 351

1611. (1268)

 

Chur, 27.Mai 1296

Bischof Berthold von Chur beurkundet die Entschädigungspflicht Eglolfs von Aspermont für dem Domkapitel im Prättigau gewaltsam entrissene Güter.

Or. (A). Pfarr A Meran.4. – Pg. 21.5/24cm. – 2Siegel, 1. leicht besch., Abb. 36: 2. Besch., Abb.38 – Rückvermerk (um 1460): Concordia facta inter capitulum et Eglolfo a) militi de Aspermunt super quibusdam dampnis per eum illatis. – Geschrieben von Churer Hand wie Nr. 1624.

Regest: Th. V. Liebenau. AnzSG 1863, S.59. Nr. 7 – Arch.ber. Tirol I. 1984. – Thommen. Urk. Aus österr. A. I.138. – UB südl. St. Gallen II. 869.

Ber. dei gracia confirmatus in episcopum Curiensem1 universis presentium inspectoribus salutem cum memoria rei geste. Noverint ï ï universi et singuli, quos nosce fuerit oportununi, quod cum Egelolfus de Aspermunt2 miles Cvnr. decanum3 et capitulum ecclesie nostre ï ï Curiensis dampnifìcasset in quadam summa grani agnorum et aliarum rerum, que violenter ipsis abstulit in valle Bertinna4, et ob hec ï ï  idem Egel. excommunicatus a nobis fuerit multipliciter et aggravatus cum omnibus sibi communicantibus in tantum, ut ecclesie seu parrochie, in quibus ipse Egel. vel sui complices existerent et ad quas devenirent, ecclesiastico forent supposite interdicto, quamdiu moram facerent in eisdem, tandem coram nobis in ecclesia Curiensi talis composicio inter capitulum et prefatum Egel. accessit, quod ipse Egel. pro grano et rebus aliis in dicta valle ablatis ipsi capitulo restituere debeat sedecim marcas octo libris mezanorum pro qualibet marca computatis in hiis terminis videlicet in festo Michahelis proxime venturo octo marcas et residuas octo marcas in epiphania domini subsequente, constituens super hoc ipsi capitulo obsides seu fideiussores sex videlicet Beraldum de Strasberg5, Henricum dictum Schanevigge6, Petrum dictum Broggen, Symonem7 vicedominum, Fridericum dictum Anthiocha et Gaud. de Plantaira8 ministrum, qui Gaud. non ut obses set ut fideiussor promisit fìde data nomine iuramenti pro parte ipsum contingente dare pignora valentia et mobilia in civitate Curiensi vel saltem sufferre pacienter ab eo tolli huiusmodi pignora, si predictus Egel. negligens existeret in solvendo aliquo terminorum predictorum dicti quoque obsides insolidum obligati similiter promiserunt fide data nomine iuramenti se servaturos obstagium consuetum in civitate Curiensi ad res venales et specialiter quibus ipsorum obsidum, si aliquo alio obstagio tempore monitionis teneatur, alium ydoneum, quem acceptaverint domini de capitulo, in locum suum tenebitur.....

- 1 Berthold II. v. Heiligenberg. 1291-1298.

- 2 Eglolf v. (Alt) Aspermont (Gem. Trimmis. Kr. V Dörfer). 1275-1303

- 3 Konrad v. Montfort. Vgl. Nr. Anm. 13.

- 4 Prättigau. Tal.

- 5 Beral v. Strassberg (Gem.Malix Kr. Churwalden).

- 6 Aus dem Schanfigg. Tal u. Kr. Stammend.

- 7 Simon I. Mel. 1292-1319 Viztum, +1321.

- 8 Gaudenz Plantair. 1291-1312 Stadtammann, +1326

Burgruine Strassberg (Malix)

 
 

 

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Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

 

Junker HANS BROGGEN, genannt SPRÜNTZ, gibt 1395 Güter im Schanfigg zu Lehen und schenkt 1401 dem Gotteshaus St. Luzi eigene Leute zu Maladers.

1434 erscheint urkundlich der Brüggersberg (heute Brüggerhorn) in Arosa, in Churwalden liegen heute noch bei der Oertlichkeit Brüggershaus Güter der Familie, in Parpan liegt heute noch die Alp Brüggigerberg.

 
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Quelle:

Historischen Lexikon der Schweiz, Bern

Genealog. Beziehungen zwischen der in Chur vom 13. Jh. bis 1418 verbürgerten und begüterten Bündner Magistratenfam. (1244 Petrus de ponte) zu den Walserfam. B. in Arosa (1434 Junker Hans, Besitzer der Heuberge am Brüggerhorn) und Churwalden sind nicht nachgewiesen. Der Landammann und Podestat Engelhard (1. Hälfte 16. Jh.) gilt als Stammvater der in zahlreichen Gem. und Ämtern des Zehngerichtebunds vertretenen Churwaldner Fam. Im 17. Jh. entstanden neben der heute noch existierenden kath. Linie - mit bedeutenden Politikern, Akademikern und Offizieren im 19./20. Jh. ( -> No 4 , -> No 6 , -> No 9 ) - ref. Zweige, deren polit.-wirtschaftl. blühendster sich mit -> No 3 in Maienfeld niederliess und bis zum Erlöschen der männl. Linie mit -> No 12 mehrere hohe Bundesmagistraten und Offiziere hervorbrachte.

Literatur -C.G. Brügger, «Landammänner von Churwalden», in BM 5 und 6, 1859  Otto Clavuot
 
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Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 1a. SIGISMUND, Chorherr der Prämonstratenser in Churwalden, 1461 und 1488 erwähnt.

 

 
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 2a. JOHANN VII., 56. Abt von Disentis, 1497 - + 29.III.1512.

Er liess die Klosterkirche restaurieren, wobei in der Krypta des innern Hofes der seit 450 vergrabene Sarkophag mit den Gebeinen des hl. Gründers aufgefunden wurde. Dieses Ereignis wird jährlich am 14. Febr. gefeiert.

 
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 3a. ENGELHART, Landammann im Gericht Churwalden 1533.

 

 
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 4a. ANDREAS, d° um 1570.

 

 
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

 

Nr. 5a. ENGELHART, Sohn von Nr. 3a, mehrfach Landammann und Statthalter imGericht Churwalden, Commissari zu Kläven 1605-1607.

Auszug aus dem "Bündnerisches Monatsblatt" mit der Auflistung der Brügger und Ihren Ämtern "Buendner-Monatsblatt.pdf". (6,52 MB) 

 
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    Stammbäume der Brügger aus Churwalden/ Maienfeld "Bruegger-Churwalden-1.pdf" und "Bruegger-Churwalden-2.pdf"  
Quellen:

Historischen Lexikon der Schweiz, Bern

und

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

No 3 = Nr. 6a. ,   Brügger, Andreas von

*1588 ,+4.6.1653 Zuoz, ref., von Churwalden, Parpan und Maienfeld. Sohn des commissari und Landammanns Engelhart. oo 1) die Witwe des Hauptmanns Gugelberg, geb. von Menhardt, von Chur, 2) Maria Ursina geb. von Salis-Soglio. Oberst in franz. Diensten, 1624-35 zeitweise in Graubünden gegen Österreich-Spanien und für die Rückeroberung des Veltlins kämpfend. Gesandter der Drei Bünde nach Paris, geadelt 1628. Inhaber der Landvogtei Maienfeld 1630-37, Erbauer von Herrenhäusern. Überaus begütert, hervorragender Militär z.Z. der Bündner Wirren.

Literatur - P. Gillardon, Gesch. des Zehngerichtenbundes, 1936  Jürg Simonett

 
Oberst Andreas Brügger

Oberst in französischen Diensten, stand treu zu Rohan. Er baute in Maienfeld die beiden schönen Bürgerhäuser "Brüggerhaus" (heute "Sprecherhaus" genannt) und das "Marschallhaus" (so benannt, weil es im 18. Jh. dem Maréchal de Camp Carl Ulysses von Salis gehörte).

Nr. 6a.= No 3,  Andreas, Sohn von Nr. 5a, * 1588, Offizier in französischen Diensten seit 1613, baute später in Maienfeld das herrschaftliche Brüggerhaus, jetzt in Sprecher‘schem Besitz. 1624 wurde er Oberst und Inhaber des Regimentes Brügger in kgl. französischen Diensten. Dieses lag Ende 1624 zum Schutze gegen Oestereich an der St.Luzisteig, marschierte von da am 10.II.1625 Cläven, eroberte dasselbe gemeinsam mit dem Regiment Schauenstein und kam 1626 nach Maienfeld zurück wo es aufgelöst wurde. Oberst Brügger kehrte dann wieder in franz. Dienste zurück und erhielt im Oktober 1628 ein französisches Ritter- und Adelsdiplom. 1631 war er Gesandter der III Bünde nach Frankreich, um dessen Hilfe zur Wiedereroberung des Veltlins zu erlangen. Es wurde dann mit 2 andern ein neues Regiment Brügger errichtet, das 1632-1635 in den Rohan’schen Feldzügen im Veltlin ehrenvoll kämpfte, bis die Kaiserlichen nach den Siegen Rohans zur Räumung des Veltlins gezwungen waren. Brügger quittierte dann den Dienst, kehrte heim und + 4.VI.1653 in Zuoz.

 
Quelle:

Supplement

Supplement Seite 370

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Quelle:

Lexicon

 Lexicon Seite 329 Lexicon Seite 330 Lexicon Seite 331

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Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 7a. BAPTISTA, ältester Sohn von Nr. 6a, diente in schwedischen Kriegsdiensten im 30jährigen Kriege. Landvogt zu Maienfeld 1683, + 1691.  
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 8a. FRIEDRICH, 3. Sohn von Nr. 6a, Landeshauptmann im Veltlin 1673, Bundeslandammann des X Gerichtenbundes 1680, + 1705.  
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 9a. HERKULES, Sohn von Nr. 7a, Landvogt zu Maienfeld 1689, Bundeslandammann des X Gerichtenbundes 1697, Richter zu Malans, + 1702.  
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 10a. JOHANN FRIEDRICH, Bundeslandammann des X Gerichtenbundes 1720.  
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Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Mit Nr. 11a. = No 12,   HERKULES ULYSSES, Stadtvogt zu Maienfeld, Podestat zu Teglio 1751-1753, Bundesoberst der X Gerichte, Bundeslandammann 1752, + 1806, erlosch die Maienfelderlinie.  
 

Quelle:

Historischen Lexikon der Schweiz, Bern

No 12 = Nr. 11a. , Brügger, Herkules Ulysses von

*um 1720 ,+23.7.1806 Maienfeld, ref., von Maienfeld. Sohn des Bundslandammanns Johann Friedrich. oo Catharina von Planta-Wildenberg. Oberst in franz. Diensten, Maienfelder Stadtvogt, Bundslandammann des Zehngerichtebunds 1752. Podestà in Teglio (Veltlin) 1785-87. Mitarbeit in der Ges. landwirtschaftl. Freunde in Bünden.

Literatur -P. Gillardon, Gesch. des Zehngerichtenbundes, 1936  Jürg Simonett
 
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Historischen Lexikon der Schweiz, Bern

No 2   Brügger, Alice

*2.12.1896 (Ernestine Alice) Frauenfeld,+13.10.1988 , urspr. ref., von Churwalden. Tochter des Friedrich Benedikt und der Ernestine geb. Kappeler. Stud. der rom. Sprachen an der Univ. Zürich (Doktorat), Lehrerin für Deutsch und Französisch an der Höheren Handelsschule in Zürich. B. engagierte sich im Internat. Zivildienst und arbeitete dort mit Pierre Cérésole und Hélène Monastier zusammen. 1934 trat sie zu den Quäkern über. Dank ihrer Sprachkompetenz wirkte B. integrierend und führte die Quäker aus allen Landesteilen der Schweiz zusammen. Nach dem 2. Weltkrieg pflegte sie intensive Kontakte zu den franz. Glaubensbrüdern und -schwestern. Nach ihrem altersbedingten Rückzug aus dem Berufsleben besuchte sie in Indien Anhänger Gandhis und dortige Quäker. Später übernahm sie administrative Aufgaben bei den schweiz. Quäkern, wo ihre intellektuellen und sprachl. Fähigkeiten sehr geschätzt wurden.
Robert J. Leach

 
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Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 12a. JOHANN GEORG, Dr. med., * 1819 in Churwalden, Kurarzt in St. Moritz. Verdient um die Neufassung der Mineralquellen daselbst 1853, + 1881 in Samaden.

- KSA XI, p. 216.

 
Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 13a. LUCIUS, Dr. med., * 1821 in Churwalden, Mitbegründer des schweiz. Studentenvereins, Arzt in Thusis, Tiefenkastel und Reichenau, Leiter des Kreuzspitals in Chur, wo er 21.I.1903 +.

- JNGG XLVI, p. XV.

 
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Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 16a. = No 4 , ANTON, Dr. med., von Churwalden, * 6.VII.1877, Arzt in Mels 1904, des Grossen Rats des Kts. St. Gallen 1912, Führer der freisinnig-demokratischen Partei im St. Galler Oberland, politischer Schriftsteller. (Bt.)  
 

Quelle:

Historischen Lexikon der Schweiz, Bern

No 4 = Nr. 16a. , Brügger, Anton

*6.7.1877 Churwalden,+24.4.1932 Mels, kath., von Churwalden. Sohn des Johann Georg Nr. 12a, Gastwirts in Churwalden. oo Saly Zurlinden. Dr. med., 1904 Übernahme einer Praxis in Mels. Mitglied der FDP, wurde B. schnell zum unumstrittenen Führer der Bezirkspartei und erklärten Gegner der konservativen Mehrheitspartei. Der glänzende Redner amtierte 1912-32 als Grossrat (1922/23 Präs.), 1925-31 als Nationalrat, danach verzichtete er aus gesundheitl. Gründen auf eine erneute Kandidatur. Der Verwaltungsratspräs. der freisinnigen "Sarganserländ. Volkszeitung" war als Politiker im 1. Drittel des 20. Jh. eine der herausragendsten Persönlichkeiten des Sarganserlandes.

Literatur -NblSG 73, 1933, 42 f.  -G. Hoby, «Sarganserländ. Ärzte in der Politik», in Medizin im Werdenberg und Sarganserland, 1988, 43 f.  Peter Müller
 
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Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 14a. = No 6 , CHRISTIAN, Dr. phil., * 1833 in Churwalden, Professor der Naturgesch. und Geographie in Chur und Direktor der naturhist. Sammlungen des Rätischen Museums 1870. Eine Anzahl seiner wissenschaftlichen Arbeiten erschienen im Programm der bünd. Kantonsschule zwischen 1876 und 1888.

Sein Hauptarbeitsfeld ist die Botanik, worüber er eine Reihe Werke veröffentlichte, so u.a. die Flora Raetica. + 1899.

Vergl. C. Schröter : Prof. Dr. Ch. G. Brügger, 1899.

- JNGG 1899-1900, p. XI.

- BM 1900, p. 28.

 
 

Quelle:

Historischen Lexikon der Schweiz, Bern

No 6 = Nr. 14a ,  Brügger, Christian Gregor (Dr. phil., Kantonsschullehrer, Naturforscher, Historiker)
*11.3.1833 Churwalden,+16.10.1899 Chur, kath., von Churwalden. Sohn des Christian, Landwirts und Landschreibers, und der Maria Theresia geb. Hemmi. Ledig. Nach dem Kollegium in Brig besuchte B. die Kantonsschulen in Chur und St. Gallen und studierte Naturwiss. in München und Innsbruck. 1859-70 war er der erste Konservator des Botan. Museums am Polytechnikum in Zürich. 1870-98 lehrte er Naturkunde und Geographie an der Bündner Kantonsschule. Der vielseitige Forscher, v.a. in der Botanik, beschrieb viele neue Pflanzenvarietäten, die von den Fachkollegen aber meist nicht anerkannt wurden. 1860-82 verfasste er zahlreiche Beiträge für die Jahresberichte der Naturforschenden Ges. Graubünden über Themen der Zoologie, Botanik, Geographie, des Bergbaus, der Meteorologie und Gesch., darunter das Standardwerk "Die Fledermäuse Graubündens". Nie erschienen ist die geplante "Flora Graubündens". B. hatte grossen Einfluss auf die naturwiss. Tätigkeit im Kt. Graubünden.

Archive -Bündner Naturmus., Chur, Herbar -StAGR
Literatur -Bedeutende Bündner aus fünf Jahrhunderten 2, 1970, 140-148  Jürg Paul Müller

Chur: Staatsarchiv des Kantons Graubünden
Unterlagen zur Person, Briefe, Materialien zum Werk, Diverses, Akten, Notizen, Tagebücher, Vorarbeiten zu einer "Flora Raetica" und zu Publikationen. — Einzelstücke. — Publizierte Findmittel: JENNY, Rudolf, Handschriften aus Privatbesitz im Staatsarchiv Graubünden. Repertorium mit Regesten, Staatsarchiv Graubünden II, Chur 1974. — Signatur: B (Handschriften aus Privatbesitz).

 
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Quelle:

Historisch-Biographisches  Lexikon der Schweiz, 1924

Nr. 15a = No 9 , FRIEDRICH, Dr. jur., * 21.III.1854 in Churwalden als Sohn des Hauptmanns in päpstl. Diensten Cavaliere Friedrich, studierte in Löwen und München. Mitglied der Regierung von Graubünden 1900-1907, deren Präsident 1903, Ständerat seit 1907, Oberstdivisionär und Kommandant der St. Gotthardbefestigungen 1909, Generaladjudant im Eidgen. Armeestab 1914, Oberstkorpskommandant 1918, Präsident des Ständerates 1919.

- Vergl. Urkundliche Belege zur Chronik der Familie Brügger (Ms. Kantonsbibl. Chur).

- LL.

- Rott : Représ. IV. 2, und V.

- Mohr: Dokumentensammlung V.

- F. Sprecher: Chronik, 179, 325, 487.

- M. v. Salis: Denkwürdigkeiten.

- Chronik. des Klosters Churwalden.

- BM 1859, Nr. 5.

- Lokale Archive.

- (L.J.)

 
 

Quelle:

Historischen Lexikon der Schweiz, Bern

No 9 = Nr. 15a,  Brügger, Friedrich

*21.3.1854 Churwalden,+29.1.1930 Chur, kath., von Churwalden und Obersaxen. Sohn des Friedrich, Hauptmanns in päpstl. Diensten.oo Maria Ursula, Tochter des Kaufmanns Georg Anton von Arms, von Obersaxen. Frühe Jugend in Rom, Klosterschule Einsiedeln, Kantonsschule Chur, Rechtsstud. in Löwen und München, Dr. iur. 1877. Regierungssekr. und Anwalt in Chur, 1891-99 Staatsanwalt. Im Bündner Gr. Rat 1887-89, 1909-11, 1913-15, im Kl. Rat 1900-07 (Bau- und Forstdep.). Nach dem Austritt aus der Regierung bis 1930 kath.-konservativer Ständerat (Präs. 1918-19). 1909-18 Berufsoffizier: 1909 Divisionär, bis 1914 Kommandant der Gotthardfestung, 1914-18 Generaladjutant, 1918 Korpskommandant. Mit dem ref. Korpskommandanten Theophil von Sprecher 1895 Reorganisator des "Bündner Tagblatts" und führender Kopf der anfängl. überkonfessionellen Bündner Konservativ-demokrat. Partei (Präs. 1923-30).

Literatur -Gruner, Bundesversammlung 1, 609 f.  -Generalstab 8, 58 f. Jürg Simonett
 
Quelle:

R.Brügger

November 1916 - Nach einer Truppenschau in Tavannes: von links: Oberstdiv. de Loys (Kdt. 2. Div.), General Ulrich Wille, Generalstabschef Th. von Sprecher, Generaladjudant Brügger.

Generaladjudant Brügger

Familiengrabmal der Brügger - Friedrich Brügger

 (Friedhof in der Nähe des Bischöflichen Schlosses in Chur)

 
 

 

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