Uri

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Brügger
(Brügger, auch Brüker, Brücker oder Prüker)
Lexicon Lexicon Seite 330
Quelle:

HLS Historisches Lexikon der Schweiz (Hans Stadler)

www.snl.ch

 

 

Brücker

Urner Bauern- und Magistratenfam., urspr. aus dem Schächental stammend und in Spiringen und Unterschächen begütert. Der erste bekannte Angehörige des Geschlechts, Walter vom Weiler Hellprächtig, gehörte 1290 zu den Stiftern der Kirche Spiringen. Schon im 15.-16. Jh. bekleideten Mitglieder der Fam. Landesämter ( -> No 1 ) und Offiziersstellen. 1677-78 machte sich Johann Kaspar (1620-1701) verdient um die Begründung und den Aufbau des Kapuzinerinnenklosters Altdorf (UR). Vom Flüeler Schiffssteuermann Franz (1844-92) ging die heute in Altdorf wohnhafte Linie mit -> No 3 aus. 

Literatur:

  •  Schweiz. Geschlechterbuch 4, 104-106 
  • J. Brücker et al., Das Geschlecht der Brücker aus dem Schächental, 1990 
Quelle:

HLS Historisches Lexikon der Schweiz (Hans Stadler)

No 1

Brücker [Brügger], Johannes

* um 1495 ,+ 1569 wahrsch. Altdorf (UR), Landmann von Uri und Bürger von Zug. Sohn des Landvogts Walter. 1) Anna Nell, 2) Dorothea Nell. B. wohnte in Grossutzingen (Gem. Altdorf), besass weitere Güter in Spiringen und Gersau und betrieb Kornhandel. 1520-23 Landvogt in der Leventina. 1529 Pannerherr, 1531 Anführer der Urner im 2. Kappelerkrieg. 1535 Urner Landesstatthalter, 1537-40, 1544-46 und 1557-59 Landammann. 1529-63 wiederholt Tagsatzungsgesandter. Beisitzer an den schweiz.-franz. Gerichtstagen in Payerne ca. 1545-68. Ritter des Hl. Grabes.

Archive:

  •  StAUR

Literatur:

  • J. Brücker et al., Das Geschlecht der Brücker aus dem Schächental, 1990 
Quelle:

HLS Historisches Lexikon der Schweiz (Hans Stadler)

 

No 3

Brücker, Josef

*14.4.1923 Altdorf (UR), kath., von Bürglen (UR). Sohn des Josef, Magazinchefs, und der Johanna geb. Arnold. 1955 Katharina von Dach, Tochter des Eduard, Werkführers. 1943 Matura in Altdorf, 1949 Ing. agr. der ETH Zürich. 1950-88 Direktor der Kant. Bauernschule in Seedorf (UR), ab 1962 Lehrbeauftragter für Alpwirtschaft an der ETH Zürich. 1959-67 Präs. der Baukomm. Altdorf (Errichtung der ersten ARA Uris). 1960-68 Urner CVP-Landrat. 1968-88 Regierungsrat: 10 Jahre Erziehungsdirektor (Aufbau der neu geschaffenen Erziehungsdirektion, Ausbau des Schul- und Neuordnung des Stipendienwesens), danach Baudirektor (Schwergewichte in Nationalstrassenbau, Hochwasserschutz und Energiepolitik). 1972-74, 1978-80 und 1984-86 Urner Landammann. 1977-85 Präs. des Schweiz. Alpwirtschaftl. Vereins. Als Vizepräs. der Gemeinnützigen Ges. Uri baute er das 1979 eröffnete Heilpädagog. Zentrum Uri auf. B. leistete wesentl. konzeptorientierte Aufbauarbeit für die Urner Politik.

Werke

  • «Land- und Alpwirtschaft», in Uri, Land am Gotthard, 1965 
  • Werte und Wandel, 1988, (mit Porträt)

Literatur

  • F. Muheim, «Zum 70. Geburtstag von Josef Brücker», in Urner Wochenbl., Nr. 29, 1993
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